Verfahren
Internationale Begutachtungs- und Akkreditierungsverfahren
ACQUIN begutachtet international ausgerichtete Studienprogramme deutscher, ausländischer und deutsch - ausländischer Hochschulen, sei es im Rahmen von Evaluierungs- oder Akkreditierungsverfahren. Das Siegel des deutschen Akkreditierungsrates wird ausschließlich bei maßgeblicher Beteiligung deutscher Hochschulen vergeben. Hierbei legt ACQUIN Wert auf die Beteiligung der lokalen Partner – an erster Stelle Qualitätssicherungseinrichtungen, Hochschulen, mitunter auch Ministerien – an den Verfahren. In der Schweiz ist ACQUIN als Agentur zur Prüfung und Akkreditierung von Fachhochschulen und ihrer Studiengänge anerkannt und somit eigenständig handlungsfähig.
Österreich
Fachhochschule Technikum Wien
In Kooperation mit dem Österreichischen Fachhochschulrat führte ACQUIN
ein Begutachtungsverfahren des Studiengangs „Biomedizinisches
Ingenieurswesen/Biomedical Engineering“ (B.Sc.) an der Fachhochschule
Technikum Wien durch. Das Ergebnis dieser Begutachtung wurde dem
Österreichischen Fachhochschulrat übermittelt, dieser wird das Ergebnis
mit in das institutionelle Reakkreditierungsverfahren, welches 2008 an
der Fachhochschule durchgeführt wird, einbeziehen.
Medizinische Universität Graz
Im Herbst 2007 führte ACQUIN ein Begutachtungsverfahren der Studiengänge
„Medizin“ (Diplom) und „Zahnmedizin“ (Diplom) an der Medizinischen
Universität Graz durch. Durch den Fachausschuss „Medizin und
Gesundheitswissenschaften“ wurde eine 10-köpfige Gutachtergruppe
zusammengestellt, welche vom 17. bis zum 19. September 2007 ein Peer
Review vor Ort durchführte. Für beide Studiengänge wurde auf der 26.
Sitzung der Akkreditierungskommission am 14. Dezember 2007 in Bremen ein
positives Begutachtungsergebnis festgestellt
Niederlande
Zusammen mit der niederländisch-flämischen Akkreditierungsagentur NVAO
führte ACQUIN im Februar ein Akkreditierungsverfahren für einen
geplanten Double – Degree - Studiengang in Deutschland und den
Niederlanden durch. Der Vorortbesuch der gemeinsam zusammengesetzten
Gutachtergruppe in den Niederlanden und in Deutschland wurde von beiden
Agenturen begleitet und aufeinander abgestimmt.
Äthiopien
Die äthiopische Regierung führt zusammen mit der GTZ (Gesellschaft für
Technische Zusammenarbeit) das sogenannte Engineering Capacity Building
Programme (ECBP) durch, welches zum Ziel hat, die Ausbildung
qualifizierter Fachleute, die für den Wiederaufbau des Landes benötigt
werden, zu ermöglichen. Hierfür werden an verschiedenen äthiopischen
Universitäten Studienreformprojekte durchgeführt, in deren Rahmen neue
Konzepte für Bachelor- und Masterstudiengänge entwickelt und eingeführt
werden.
In einem zweistufigen Verfahren - bestehend aus einer Ex-Ante Bewertung
in Deutschland sowie aus einer Begehung der Studiengänge an ihren
jeweiligen Standorten in ca. zwei bis drei Jahren – begutachteten ACQUIN
– Gutachter Studiengänge der äthiopischen Hoch schulstandorte Adama,
Bahir Dar, Jimma und Mekelle in den Bereichen Architektur, Stadt- und
Regionalplanung, Maschinenbau, Bauingenieurwesen Elektrotechnik,
Chemieingenieurwesen sowie weitere Programme.
Die Akkreditierungskommission von ACQUIN beschloss den „Letter of Intent“ zu den Studiengängen in Adama, Bahir Dar, Jimma und Mekelle und würdigte die bisher von den Hochschulen unternommenen Bemühungen. Sie bestärkt die Studiengangsverantwortlichen darin die Studiengänge vor der geplanten Vor-Ort-Begehung in Äthiopien im Sinne der Gutachtergruppe weiterzuentwickeln. Ein erster „Letter of Intent“ war bereits im September 2006 für Studiengänge an der Addis Abeba University beschlossen worden.
Südkorea
In Yongin (Südkorea) fand vom 6. bis 10. Juni die Begutachtung eines
„Bachelor of Music“-Studiengangs“ an der dortigen German School of Music
statt. Diese wird gemeinsam von der Hochschule für Musik Franz Liszt in
Weimar und der Kangnam-Universität in Yongin seit 2005 betrieben und
durch deutsche und koreanische Lehrende getragen. Dank einer
Dolmetscherin war ein für beide Seiten (Gutachter und Begutachtete)
erfahrungsreicher Austausch möglich. Dem Vorortbesuch in Korea war ein
erstes Peer Review in Deutschland an der beteiligten Hochschule
vorausgegangen.






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